Altersvorsorgedepot vs. ETF-Sparplan: Was ist besser?
Wir vergleichen beide Anlageformen ehrlich und unabhängig – mit allen Vor- und Nachteilen. Kein Produkt wird bevorzugt.
Der direkte Vergleich
| Kriterium | Altersvorsorgedepot | ETF-Sparplan |
|---|---|---|
| Staatliche Förderung | Ja – bis 775 €/Jahr | Keine |
| Steuer auf Gewinne (Laufzeit) | Steuerfrei | Abgeltungsteuer 25% + Soli |
| Steuer bei Auszahlung | Persönlicher Steuersatz (meist niedriger) | Abgeltungsteuer 25% |
| Flexibilität (Entnahme) | Erst ab 65 Jahren | Jederzeit möglich |
| Produktauswahl | ETFs, Fonds, Anleihen | Unbegrenzt (alle Wertpapiere) |
| Pfändungsschutz | Ja – geschützt | Nein |
| Mindesteinzahlung | 10 €/Monat | Meist ab 1 € (Broker) |
| Kosten | Depotgebühr + Produktkosten | Nur Produktkosten (bei Neobrokern) |
| Geeignet für Selbstständige | Nur wenn rentenversicherungspflichtig | Für alle |
| Vererbbarkeit | Eingeschränkt (Regelungen noch offen) | Vollständig vererbbar |
Quelle: BMF, Bundesregierung, Verbraucherzentrale | Stand: Mai 2026
Für wen ist was besser?
Altersvorsorgedepot ist besser wenn...
- Du Arbeitnehmer oder Beamter bist
- Du Kinder hast (Kinderzulage bis 300 €/Kind)
- Du langfristig (20+ Jahre) anlegst
- Du Pfändungsschutz benötigst
- Du von der Steuerfreiheit in der Ansparphase profitieren willst
ETF-Sparplan ist besser wenn...
- Du Selbstständiger ohne Rentenversicherungspflicht bist
- Du Flexibilität bei der Entnahme benötigst
- Du auch vor dem 65. Lebensjahr zugreifen möchtest
- Du maximale Produktfreiheit willst
- Du die Kosten absolut minimieren willst
Unser Tipp: Kombination ist oft am sinnvollsten
Viele Finanzexperten empfehlen, das Altersvorsorgedepot für die staatlich geförderte Basis-Altersvorsorge zu nutzen und parallel einen ETF-Sparplan für den flexiblen Teil des Vermögensaufbaus zu führen. So profitierst du von beiden Welten.
Keine Anlageberatung. Quelle: Verbraucherzentrale, Finanztip
Häufige Fragen
Ist das Altersvorsorgedepot besser als ein ETF-Sparplan?
Das hängt von deiner Situation ab. Für Arbeitnehmer mit Kindern ist das Altersvorsorgedepot durch die staatliche Förderung (bis 775 €/Jahr) und die steuerfreien Gewinne in der Ansparphase oft vorteilhafter. Für Selbstständige oder wer Flexibilität braucht, ist ein ETF-Sparplan besser.
Kann ich beides haben – Altersvorsorgedepot UND ETF-Sparplan?
Ja, absolut! Viele Experten empfehlen eine Kombination: Das Altersvorsorgedepot für die staatlich geförderte Basis-Altersvorsorge, ein ETF-Sparplan für den flexiblen Teil des Vermögensaufbaus.
Wie hoch ist der Steuervorteil des Altersvorsorgedepots gegenüber einem ETF-Sparplan?
Bei einem ETF-Sparplan zahlt man jährlich 25% Abgeltungsteuer + Solidaritätszuschlag auf Gewinne. Im Altersvorsorgedepot sind diese steuerfrei. Bei einer Rendite von 7% p.a. und 30 Jahren Laufzeit kann das einen Unterschied von mehreren zehntausend Euro ausmachen.